Startseite allg. Beiträge - Hilfsmittel Hirn, Papier & Bleistift
 

Brüllkasten

Latest Message: 8 months, 2 weeks ago
  • KPenzkofer : bitte mehr Nettikette!

Hirn, Papier & Bleistift Drucken
Hilfsmittel - allg Hilfsmittel

Es ist doch schon bemerkenswert, dass die Hilfsmittel eines neuen Lehren und Lernens einen Beitrag "Hirn, Papier & Bleistift" enthält. Aber dahinter verbergen sich grundlegende Konzepte eines 'modernen' Lehrens und Lernens, die mE da sind:

  • An erster Stelle steht die Eigentätigkeit des Lernenden, der Lehrende sollte dabei nur Begleiter sein
  • Was, wieviel und wann eine Lernender beackert, sollte in erster Linie ihm selber überlassen werden.
  • Sollten Prüfungen über Lerninhalte anstehend, sollte das Prüfungsangebot so umfangreich, dass der Prüfling auch für eine Spitzenbewertung nur Teile der Prüfung korrekt bearbeiten muss. Eben die Teile, welche er sich beigebracht hat.
  • Obwohl des Angebot an modernen Hilfmittel riesig ist, steht an erster Stelle die Eigentätigkeit, also das forschende Suchen nach Lösungsansätzen, Lösungsstrategien, Näherungslösungen usw.. Dazu genügt zuerst mal: Hirn, Papier & Bleistift.
  • Erst wenn ein Problem, eine Aufgabe klar eingegrenzt und formuiert ist und eine Vorstellung von der Lösung im Kopf oder auf Papier ist, dann sollten die wunderbaren Hilfsmittel des WorldWideWeb zm Einsatz kommen.
  • Natürlich erfordert 'Können' einen deutlich höheren Arbeitsaufwand als 'Kennen', aber dafür gibt es ja in Büchern und im WWW genügend Übungsmaterial. Eine große Bedeutung kommt dabei sicher der unmittelbaren Überprüfung der Korrektheit einer Lösung zu. Aber dafür hat man ja schon was auf Papier geschrieben oder man nimmt einen ETR, ein CAS, ein CAD usw zuhilfe.
  • ....  

Zusammengefasst: Lehren und Lernen wird sich die nächsten Jahre, Jahrzehnte grundlegend ändern müssen, denn die globale Vernetzung schafft ja auch in der Arbeitswelt mehr und mehr die Möglichkeit, bestimmte Aufgaben auch außerhalb des konkreten Arbeitsplatzes zu erledigen. Also könnte Lernen außerhalb fester Kernzeiten mit Anwesenheitspflicht irgendwo in der schönen weiten Welt stattfinden. Dass dabei die große Bedeutung des Sozialkontakts nicht in den Hintergrund treten darf versteht sich von selbst. Es sollte im 'Edutainment' nicht einer ähnlichen Verarmung der echten sozialen Kontakte wie innerhalb des elektronischen 'Entertainments' Vorschub geleistet werden.

Aber vermutlich wird bis zur Umsetzung dieser  -  zugegebenermaßen sehr utopischen Ideen - noch viel Wasser die Donau hinaubfließen, wie man bei uns hier in Straubing  lange Zeiträume zu umschreiben pflegt.